Ausgewogener Energiemix

Ausgewogener Energiemix

Die immer abrufbare Leistung als Qualitätssiegel eines ökologisch nachhaltigen Stromsystems.

Versorgungssicherheit verlangt einen ausgewogenen Mix der Energieformen

Ein nachhaltiges, ökologisch verträgliches Energiesystem der Zukunft kann nicht ausschließlich auf Wind, Solarenergie und Wasserkraft aufgebaut sein, da diese nicht 100% nachfragegerecht produzieren können. Thermische Kraftwerke sind auch weiterhin nötig - zum einen für die Versorgungssicherheit, zum anderen für die Funktionsfähigkeit des Gesamtsystems. Auch wenn Wind- und Solaranlagen dank günstiger Wetterlage viel Strom erzeugen und dadurch die Preise an der Strombörse sinken, ist zur Aufrechterhaltung der Netzstabilität das Zuschalten von thermischen Kraftwerken im Donauraum nötig.

Eine zukünftige bilanzielle CO2-Freiheit in der Stromerzeugung muss so gestaltet werden, dass die erforderlichen thermischen Anlagen in ausreichendem Umfang zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit betrieben werden können.

Elektrische Energie ist ein dynamisches System, in dem nicht auf "Vorrat" produziert werden kann. Angebot und Nachfrage müssen einander in jedem Augenblick entsprechen. Für das Gesamtsystem ergibt sich daraus, dass Wind und Solarenergie nur dann effizient genutzt werden können, wenn es parallel dazu ausreichende und jederzeit abrufbare Kapazitäten gibt.

Die Zunahme der erneuerbaren Energien erhöht die Unbeständigkeit der Stromerzeugung. Beim Zusammentreffen ungünstiger Witterungsbedingungen kann trotz der europaweiten Vernetzung des Stromsystems zeitweilige Unterversorgung eintreten, die durch herkömmliche Produktion ausgeglichen werden muss. Deshalb ist es unabdingbar, Reservekraftwerke bereitzuhalten, um die Versorgungssicherheit gewährleisten zu können.