Moskau als Referenzprojekt

EVN AG hatte die Aufgabe, eine neue thermische Abfallverwertungsanlage MSZ 3 am Standort der bereits existierenden Altanlage zu errichten. Maßgeschneidert für die Stadt Moskau wurden Ausführung und Technik speziell an die Zusammensetzung der Moskauer Abfälle angepasst und exakt zugeschnitten auf den Standort der Müllverbrennungsanlage. Sie liegt in der Industriezone „Birjulevo“ im Südbezirk Moskaus. Das Grundstück misst rund 2,5 Hektar. Die Altanlage aus dem Jahr 1983 wurde vor Baubeginn abgerissen.

Die Einführung modernster Verbrennungstechnik verbunden mit einer umfassenden Rauchgasreinigungsanlage ist das wesentliche Ergebnis der Rekonstruktion. Das bringt große ökologische Vorteile durch Luftverbesserung und Trinkwasserschutz.

Gleichzeitig wird die Gewinnung von Energie in Form von Strom und Fernwärme für die Moskauer Haushalte möglich. Damit verbunden reduziert sich der Einsatz wertvoller fossiler Energieträger. Da der Heizwert des Mülls etwa 7,5 Megajoule/Kilogramm beträgt, lässt sich daraus eine Dampfmenge von rund 115 Tonnen pro Stunde gewinnen. Das entspricht einer Menge von 10.000 Litern Heizöl leicht pro Stunde, die durch die Nutzung von Müll eingespart werden kann.

Energiegewinnung

Der Standort der Müllverbrennungsanlage EVN MSZ 3 Moskau im Süden der Stadt hat sich besonders für die Nutzung der im Abfall vorhandenen Energie als vorteilhaft erwiesen. Der Anschluss an das umfangreiche Fernwärmesystem von Moskau eröffnet die Erreichung eines hohen energetischen Gesamtwirkungsgrades, wie er bei Anlagen ohne ständige Wärmeabnehmer nicht möglich ist. So können mit der Energie aus dem Müll der EVN MSZ 3 Moskau 48.000 Haushalte mit Wärme für Heizung und Warmwasserbereitung versorgt werden.

Die Anlage ging 2007 in Betrieb und wurde bis zum Jahr 2020 gemeinsam mit der Stadt Moskau betrieben. Im Juli 2020 wurden 100% der Aktien der MSZ 3 Investitionsvertragskonform von EVN AG in das Eigentum der Stadt Moskau - dem zuständigen Departement DGI - sowie die Betriebsverantwortung an GUP Ekotechprom übertragen.